Manchmal liegt das Paradies ganz nah verborgen. So wie die kleinen versteckten Buchten der Costa Brava. In Llanca bekommt man eine Karte mit Wanderrouten rund um den Ort. Eine kurze, einfache Route führt über den Strand Platja de Grifeu, Platja de Canyelles am Ende des Ortes in Richtung Portbou über das Cap Ras bis hin zur Platja de Garbet und zurück. Links neben uns reihen sich Strandvillen in zauberhafter Kombination von alt und neu – gerahmt von üppiger mediterraner Beflanzung. Die mächtigen Blütenstengel der Agaven ragen hoch in den blauen Himmel. Rechts blinkt das Meer azurblau und klar in der Sonne. Im Anschluss an die letzte Bucht das Cap Ras: grantig, bizarre Felsformationen, steile Klippen, schäumende Wellen. Wir klettern über die Felsen. Gicht im Gesicht. Möwen im Wind. Blühende Disteln. Golden und silbern die Steine in der Sonne. Am Horizont ein Boot – getrieben vom Wind. Unter uns in kleinen Buchten tummeln sich vereinzelt nackte Sonnenanbeter. Die wilde Landschaft des Tramuntana bietet romantische Verstecke für wagemutige Kletterer. Glasklare Lagunen zwischen grantigen Felsen laden zum Sprung ins Meer.
Vor uns liegt jetzt die Platja de Garbet in sanftem Schwung. Der Strand ist trotz Tramuntana von Sonnenhungrigen locker besucht, und im Wasser schwimmt manch einer mutig den Kräuselwellen entgegen. Die Terrasse des Strandrestaurants Garbet hat Stil. Weiße Tischdecken, Kellner mit langen wehenden Schürzen. Nirgends sonst sitzt man förmlich am Strand – fast mit den Füßen im Sand – und bekommt frischen Fisch auf edlem Geschirr serviert. Das hat seinen Preis. Von hier aus führt ein Küstenwanderweg weiter nach Colera vorbei an Olivenhainen und Weinbergen. Wir sind für heute genug gelaufen und nehmen die Abkürzung zurück quer am Cap Ras vorbei schräg durch den kleinen Pinienwald. Felsen, Meer, Blüten, Sand und blauer Himmel – alle Impressionen sind auf dem Chip der Kamera gebannt (Quelle Costa Live)
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